Back to reality

Bin wieder da. Der Flieger war halbwegs pünktlich und mein Koffer kam auch als einer der ersten aufs Band. Ich habe es sogar geschafft, 3 Stunden am Stück zu schlafen. Somit konnte ich mal ohne Zwangspause (aufgrund zufallender Augen) den Heimweg antreten.

Frühstück gab’s an Bord leider nicht wirklich – Sparversion aufgrund von Turbulenzen. Man hat nur scheinbar vergessen, den Turbulenzen auch Bescheid zu sagen. Egal, passt zum Gesamtbild des Rückfluges. „Wir sprechen am Bord Französisch, Englisch, Deutsch und Spanisch.“ Die Durchsagen auf Deutsch waren dermaßen schlecht, das selbst ich als Muttersprachler ohne die englische Durchsage keine Ahnung gehabt hätte, was eigentlich los ist. Und die für mich zuständige Saftschubse wollte nur auf Französisch kommunizieren.

Der Winter ist da! Ich bin dann mal weg…

Gestern Mittag ging es zum Canadian Museum of Nature. Auf dem Weg dorthin fing es bereits leicht an zu schneien. Aber solange man noch Shorts tragen kann, ist wohl alles nicht so wild.

Das Museum selbst ist ziemlich cool. Ich hab nur leider viel zu spät gecheckt, das sich die Ausstellungen über 4 Etagen erstrecken, und der Fokus nicht nur auf der temporären Dino Ausstellung liegt. Deshalb gab’s den Rest dann nur im Schnelldurchlauf (im wahrsten Sinne des Wortes).

Mittlerweile hatte es sich eingeschneit und der Weg zum nächsten Hotel (normalerweise ca. 20 Minuten) wurde ein ganz besonderes Erlebnis. Man sollte meinen, der Kanadier kann mit solcher Witterung umgehen – aber zumindest in der Region Ottawa kann ich das nicht bestätigen. Zumindest ist der Winterdienst dort nicht so überfordert wie in Deutschland und hat vermutlich den kompletten Führpark auf die Straßen beordert. Man kenn aus zwar aus Videos, aber wenn so 10 Räumfahrzeuge über mehrere Spuren und in mehreren Reihen unterwegs sind, wirkt das schon beeindruckend. Irgendwann bin ich jedenfalls am Hotel angekommen:

Nach kurzer Pause (und Wechsel auf passendes Schuhwerk) ging es dann zum Eishockey.

Die Stimmung war mal wieder unterirdisch, da bräuchte der alte Mann nach dem 2. Drittel erstmal nen Kaffee.

Man wird wieder gefilmt…

Am Ende gab’s einen Sieg für die Heimmannschaft.

Und ich feiere den ersten kleinen Meilenstein: ich habe nun offiziell ein Heimspiel jedes derzeit aktiven kanadischen NHL Teams gesehen.

Zwischendurch scheint der Schnee mal eine kleine Pause eingelegt zu haben und Winterdienst baut Berge.

Heute Morgen musst ich zunächst das Auto ausbuddeln. Die Straßen waren allerdings geräumt und gut befahrbar. Entsprechend war der Weg nach Montreal (war ich da nicht gerade erst?) nicht weiter erwähnenswert.

In einem Supermarkt auf dem Weg habe ich noch dieses Playmobil Set entdeckt:

Der Flug sollte planmäßig in einer guten Stunde starten. Mir tut jetzt schon wieder alles weh…

Die Hauptstadt der Nation

Neuer Tag, neuer Versuch. Das Flughafen-Shuttle (also ich) hat seinen Job gestern erfolgreich erledigt. Die Airlines hatten anscheinend aber wieder andere Pläne – irgendwann war aber auch meine Bekannte wieder zuhause.

Ich hab derweil etwas die Hauptstadt Kanadas erkundet. Mittlerweile ist es aber deutlich kühler geworden, und heute soll auch mit Schnee zu rechnen sein.

Supreme Court of Canada

Confederation Building

House of Commons of Canada

Der Ottawa River

Centennial Flame (ich hätte Grillwürstchen mitbringen sollen)

Parliament of Canada

Rideau Canal, Schleusen 1 bis 8

National Gallery of Canada

Maman (oder irgendwas aus Krieg der Welten)

Notre Dame Cathedral Basilica

Botschaft der USA

USA-freundliche Gesinnung gleich nebenan

Ganz wichtig

Gleich schau ich mir noch ein Museum von innen an, bevor es zum letzten Hotel geht. Das Eishockey-Stadion ist ziemlich weit von der Innenstadt entfernt, anders geht’s nicht wirklich.

Hügel, Tiere und flügellahme Vögel

Gestern auf dem Weg zum Mont Royal:

Da sind ja endlich die Treppen…

Aber der Ausblick lässt die lahmen Beine schnell vergessen:

Oben auf dem Hügel steht auch noch das Croix du mont Royal

Am Nachmittag ging’s zum Biodome. In 4 verschieden Bereichen wurden die entsprechenden Ökosysteme nachgebildet (natürlich mit lebenden Bewohnern und Pflanzenwelt).

Biber

Otter

Waschbär

Seesterne sind merkwürdig

Ein paar Bilder vom angrenzenden Olympia-Gelande

Heute ging es dann weiter nach Ottawa, wo ich auch meine Bekannte am Flughafen abgesetzt habe – um sie eine Stunde später dort wieder abzuholen. Der Flug hatte Verspätung, und der Anschlussflug hätte deswegen nicht mehr funktioniert. Also morgen früh ein neuer Versuch.

Pucks und Steine

Gestern gab es noch das Spiel der Montreal Canadiens. Ich hab mittlerweile schon einige Spiele gesehen, aber hier scheinen die Leute das Spiel bzw. ihr Team echt zu lieben und zu leben. Die Stimmung war jedenfalls erstklassig, auch wenn das Heimteam schnell 3 zu 0 im Rückstand war. Am Ende hat man sich zwar noch zurückgearbeitet und erst nach Penaltyschießen verloren, trotzdem aber ne tolle Erfahrung.

Der Tag heute war stark vom Wetter geprägt – Dauerregen und Wind. Außer gefühlt ständig irgendwas zu essen, hat es noch für eine Lego Kunstausstellung gereicht:

Morgen soll das Wetter aber wieder besser sein. Ich werde mal versuchen, mit dem Sonnenaufgang Richtung Mont Royal aufzubrechen und den lokalen Höhenzug zu bezwingen. Mit Treppen kenn ich mich ja langsam (wieder) aus…

Bonjour

Ein paar Impressionen aus Montreal.

Basilique Notre-Dame de Montreal

Kerze anzünden? Zahlung gerne per Kreditkarte…

Die Vögel hier sind auch speziell. Belagerungszustand, in der Hoffnung auf ein paar Krümel.

Vieux-Port de Montreal mit La Grande Roue de Montreal

Leidenschaft, die Leiden schafft

Der untere Teil der Altstadt

Mal ein paar Souvenirs kaufen

Fahrt mit der Funiculaire du Vieux-Quebec

Schlaue Menschen hätten die Fahrt allerdings erst zu einem späteren Zeitpunkt getätigt, und sich so einen halben Herzinfarkt erspart.

Denn irgendwie endete meine Reise dann doch wieder in den Niederungen.

Somit folgte der Endgegner  – Cap-Blanc stairs, 398 Stufen

Wenn ich am Tag davor dachte, mir würde alles weh tun… Es geht noch schlimmer 😅

Nachher geht’s weiter nach Montreal. Und am Abend muss ich noch meine Bekannte am Flughafen einsammeln.

Alte Sachen für den alten Mann

Der gestrige Tag folgte keinem Plan. Einfach loslaufen und gucken, was es so zu entdecken gibt. Dafür tut mir heute aber auch alles weh…

Chateau Frontenac (heute 5-Sterne-Hotel)

Dufferin Terrace Toboggan Slide (benötigt aber Schnee, also nicht in Betrieb)

Blick auf den Sankt-Lorenz-Strom

Zitadelle von Quebec

Falls man mal vergessen haben sollte, wo man sich befindet

Porte Saint-Louis und Teile der alten Stadtmauer

Das Parlamentsgebäude

Hier bitte nur im Kopfstand erleichtern

Müsste das Rathaus sein

Notre-Dame de Quebec

Der Laden verkauft das ganze Jahr Weihnachtsschmuck und Deko

Ja, so ein Erfrischungsgetränk wäre jetzt passend

Willkommen in Französien

Nach gut 5 Stunden (für ca. 450 km) in Quebec angekommen. Aber was will man machen, überwiegend 100 km/h und maximal 110 km/h Tempolimit. Gepaart mit Dauerregen und Dunkelheit; da geht’s halt nicht wirklich schneller.

Zumindest sollte der Rest der Reise jetzt etwas entspannter werden, große Fahrstrecken stehen (zumindest planmäßig) nicht mehr auf dem Programm.

Auf die Stadt bin ich jedenfalls sehr gespannt. Was ich auf dem Weg gesehen habe, macht Lust auf Erkundungen. Und mein Hotel sieht aus, als wenn es ne Kulisse von Harry Potter wäre: