Am Mittwoch stand eine geführte Bus-Tour durch das Gebiet von Gettysburg und Umgebung an. Ohne Führer macht eine solche Tour (wenn man nicht tiefer in der Materie steck) aber auch nur bedingt Sinn. Sonst starrt man auf die Wiese, weiß allerdings nicht warum.
An den Statuen bzw. Reittieren kann man Ablesen, wie es der gewürdigten Person ergangen ist. Alle Hufe auf dem Boden – unverletzt. Ein Huf in der Luft – verwundet. Bei zwei Hufen in der Luft war der Ausgang eher tragisch.Das Loch in der Wand soll noch von einer Kanonenkugel aus der Schlacht stammen.
Den Donnerstag (bis zur Weiterfahrt nach Washington) habe dann im Gettysburg Museum & Visitor Center verbracht.
Ein altes Stück Baum, in dem noch Munitionsreste stecken.Ein Teil des verwendeten Waffenarsenals.Ein Teil des Gettysburg Cyclorama (Rundgemälde mit audiovisueller Präsentation).
Auf dem Weg nach Washington kommen erneut Zweifel. Schon wieder falsch abgebogen?
Zum Abschluss des Tages folgte dann noch ein Spiel.
Im dritten Anlauf hat es nun auch geklappt. Endlich konnte ich auf das Washington Monument. Vorher musste Onkel Joe (auch bekannt als der Präsident der USA) allerdings noch ein paar Weihnachtseinkäufe erledigen.
Das Ding ist zwar nicht sonderlich hoch, bietet aber dennoch eine gute Aussicht. Da es eine Regelung gibt, dass kein Gebäude höher sein darf als das Kapitol (bis auf wenige Ausnahmen natürlich…), wird die Sicht auch nicht von Hochhäusern behindert.
Wie schlägt sich nun der Weihnachtsmarkt in Philadelphia im Vergleich mit dem Original aus Deutschland? Ehrlich gesagt schwer zu beurteilen. Schrott gibt es hier und dort genug zu sehen und zu kaufen. Und das meiste hat (so richtig traditionell) natürlich nichts mit Weihnachten zu tun.
Im Bereich Speisen und Getränke besteht in den USA allerdings noch Nachholbedarf. Auch wenn die Pizza Leberkäse natürlich mal ’ne Ansage ist…
Die Polizei ist auch schon in Weihnachtsstimmung.
Penn’s Landing
Wells Fargo Center
Am nächsten Tag dann die Weiterfahrt nach Gettysburg. Nichts Aufregendes zu berichten, aber endlich wieder höchst illegal gleichzeitg fahren und Fotos machen.
Hat mich das Navi schon wieder in die falsche Richtung geschickt?
Und zur Not ist der Friedhof auch direkt nebem meinem Hotelzimmer…
Die Kurzfassung der letzten drei Tage, hauptsächlich geprägt von allgemeinem Unwohlsein.
Freitag ging es überwiegend von einem völlig überfüllten Geschäft in den nächsten überlaufenen Laden (die Vorweihnachtszeit ist toll!). Das ist natürlich genau das Richtige für mich… Und weil New York ja auch sonst dafür bekannt ist, eine eher ruhige Stadt zu sein, stand ich mehr als einmal kurz vor dem Wahnsinn.
Zumindest hab ich nun auch den Baum mit Beleuchtung gesehen.
Am Abend folgte dann das Harry Potter Theaterstück. Die Inszenierung war super, die Story (zumindest nach meinem Empfinden) eher nicht so.
Auf dem Rückweg zum Hotel merkte ich allerdings schon, das irgendwas im Anflug ist.
Somit habe ich dann den kompletten Samstag (unterbrochen von einem kurzen Trip zum Supermarkt um die Ecke) mit Fieber und Schüttelfrost im Bett verbracht. Auch eine Art, einen Urlaubstag zu gestalten.
Am Sonntag ging es dann planmäßig weiter nach Philadelphia. Bei absolut bescheidenem Wetter und immer noch leicht angeschlagen habe ich den hoteleigenen Shuttleservice zum Flughafen in Newark genutzt, um bei der dortigen Autovermietung einen Leihwagen zu übernehmen. Der Shuttlebus hat zwar bei einem Parkplatz recht weit außerhalb gehalten, mit dem kostenlosen AirTrain auf dem Flughafengelände bin ich dann aber doch recht gut zum richtigen Ort gekommen.
Bei der Autovermietung waren sie allerdings komplett überfordert und es hat über eine Stunde gedauert, bis ich endlich ein fahrbares Stück Blech unterm Hintern hatte. Sie haben mir zwar noch ein kostenloses Upgrade gegeben (offiziell wegen der langen Wartezeit – ich vermute aber eher, weil sie überhaupt nichts anderes hatten), auf dieses Spektakel hätte ich dennoch gerne verzichtet. Und dann gab es noch nicht mal ein einheimisches Fortbewegungsmittel…
Das Navi war in dem Fahrzeug natürlich ebenfalls nicht freigeschaltet, so dass nun noch zusätzlich ein tolles mobiles Garmin Navi auf dem Armaturenbrett thront.
Unterwegs hab ich dann 1,5 Stunden in einem Supermarkt verbracht, um nochmal die Vorräte an Getränken, Snacks und Mitbringseln aufzustocken.
Weitere 40 Minuten später kam ich in Philadelphia an – um festzustellen, dass mein Navi dumm wie ein Meter Feldweg ist. Nachdem es mich 30 Minuten lang erfolgreich an meinem Hotel vorbeigeführt hat, hatte ich Schnauze voll und habe jemandem nach den Weg gefragt. Danach hat es keine drei Minuten mehr gedauert, bis ich am Ziel war…
Im Parkhaus habe ich dann noch dieses Schmuckstück gefunden. Man fragt sich, das mit dem Besitzer passiert sein könnte.
Heute geht es mir jedenfalls wieder halbwegs gut. Am Abend steht ein Spiel an und vorher müssen auf jeden Fall noch der lokale Weihnachtsmarkt (authentic German – ich lass mich überraschen) und ein echtes Philly Cheesesteak probiert werden.
Das Reisen in der Gruppe ist zwar lustig, aber irgendwie auch anstrengend. Ich muss meinen Tag zwar nicht im Detail durchplanen, aber ein bisschen Struktur fände ich zuweilen doch nicht schlecht. Aber da die Damen morgens eh nicht aus dem Quark kommen (vor allem, wenn man erst morgens um 3 wieder im Hotel ist), erledigen sich die meisten Pläne von selbst. Und wenn man dann endlich unterwegs ist wird gefühlt auch schon wieder diskutiert, wann und wo man essen gehen könnte. Gut, so habe ich mittlerweile viele neue Dinge probiert, bin gleichzeitig aber auch froh, wenn ich demnächst mal wieder was simples wie ne Scheibe Brot mit Käse essen kann…
Ein Foto von jemandem, der ein Foto von jemandem, der ein Foto vom Kameramann macht
Chinatown und Little Italy (und merkwürdiger Weihnachtsschmuck)
Heute Abend steht dann das Harry Potter Theaterstück auf dem Programm (dauert ja auch wieder nur 3,5 Stunden)… Schlaf wird eh überbewertet.
Den zweiten Lego-Laden habe ich dann auch gefunden. Der war aber kleiner und hatte nicht so beeindruckende und auch weniger Ausstellungstücke.
Am Abend Eishockey in New Jersey.
Das erste Aufeinandertreffen mit meiner Reisegruppe hat gestern (nach dem Spiel) auch noch stattgefunden. Eine Person hat es allerdings vorgezogen, nun doch nicht anzureisen. Ihr Blinddarm hat Corona oder so – soll wohl alles sehr widersprüchlich sein. Gut, ist mir dann am Ende auch egal.
Ich könnte bald aber wirklich mal einen ruhigen Tag gebrauchen. Seit ich hier angekommen bin, war ich noch nicht einmal vor 23 Uhr zurück im Hotel oder Bett. Und natürlich ist man am nächsten Morgen spätestens um 6 Uhr wach (gerne auch früher). Heute wird das aber definitiv auch noch nichts…
Noch mehr planloses Rumgelaufe. In Kürze sollte die One-Man-Show ja auf eine Reisegruppe anwachsen. Und da ich nur bedingt Lust habe, die gleichen Aktivitäten mehrfach hintereinander zu machen, muss derzeit etwas improvisiert werden.
Hier noch eine Außenansicht des Theaters von gestern:
Who you gonna call? Ghostbusters!
Das Hauptquartier der GhostbustersDie Butze war für die Handlung im ersten Film auch nicht ganz unwichtig
Ein paar unsortierte Schnappschüsse
St. Patrick’s CathedralDie Krüppel-Tanne – in Kürze auch mit BeleuchtungDas UNO-Hauptquartier
Bilder aus dem LEGO-Store (es gibt wohl auch noch einen zweiten, den gehe ich heute mal suchen)
Bilder aus dem Harry Potter Store (hab schon mal mit den Augen einen kleinen Einkaufszettel geschrieben)
Sport darf natürlich auch nicht fehlen (wenn man sich schon selbst nicht bewegt, muss man wenigstens zugucken…)
Das Wetter war gestern leider nicht so berauschend. Wenigstens war es am Morgen noch trocken. Somit verlief der Tag dann auch recht planlos.
Die U-Bahn-Station am World Trade Center
Schwimmendes Museum – Flugzeugträger Intrepid
Mach ich die Schraube an mein Flugzeugträger…Tom Cruise aka Maverick hätte seine FreudeTolles Wetter. Gibt es das auch in brauchbar?
Space Shuttle Enterprise
USS Growler – U-Boot aus der Zeit des Kalten Krieges
Berührungsängste sollte man nicht haben.
Am Abend stand dann noch „Kultur“ auf dem Programm. Broadway Musical „The Book of Mormon“. Das hätte ich mir aber definitiv auf einen anderen Tag legen sollen (Müdigkeit, Zeitverschiebung und so)…
Die Anreise war unspektakulär. Nach mehr oder weniger pünktlicher Ankunft am Flughafen musste zum Glück nicht mehr allzuviel Zeit totgeschlagen werden.
Freudig überrascht war ich, dass sich der Aufwand bei den Sicherheitskontrollen seit meiner letzten Reise etwas reduziert hat. Die Schuhe darf man mittlerweile anbehalten und technische Gerätschaften dürfen im Handgepäck verbleiben. Das spart Zeit und vor allem Nerven.
Die Lufthansa meinte es ebenfalls gut und stellte mir einen Flieger mit dem Namen „Herne“ auf den Platz. Da kommen direkt Ruhrputt-Heitmatgefühle auf.
Apropos Platz: Unsere Maschine war nicht voll besetzt und ich hatte das Glück, dass der Platz neben mir ebenfalls freiblieb. So habe ich es tatsächlich auch mal geschafft, mehr als 30 Minuten am Stück zu schlafen. So war der Flug quasi „wie im Flug“ vorbei.
Im Anflug auf das Lichtermeer
Nach der Ankuft in New York folgte die nächste positive Überraschung. Die Warteschlange bei der Customs and Border Protection war noch recht kurz (5 Leute vor mir) und Beamte war auch nicht übermäßig motiviert, mehr als nötig zu tun (könnte daran liegen, dass er in 25 Minuten Feierabend hatte).
Somit konnte ich dann bereits gegen 20:45 Uhr (zum ersten Mal in den USA) ein Taxi besteigen.
Umwege sind wir wohl nicht gefahren, allerdings habe ich Entfernung und Zeitaufwand doch etwas unterschätzt. Das Spektakel müsste gut 70 Minuten gedauert haben. Über den Preis hüllen wir den Mantel des Schweigens, aber es bewegte sich im einkalkulierten Rahmen.
Danach war ich allerdings auch fertig und nicht mehr wirklich in der Lage, noch ein paar Zeilen zu formulieren.
Nun ist der Morgen des Folgetags. Jetzt trinke ich noch ein „leckeres“ Hotel-Käffchen und werde ein paar Pläne für den Tag schmieden.
Lobet den Herren, preiset die Kreditkarte – nach (auch durch unser aller Lieblingsvirus bedingter) langer Pause gibt es hier ab Ende November endlich mal wieder ein paar Neuigkeiten. Obwohl, wird es wirklich so viel Neues zu entdecken geben?
Für mich bestimmt, auch wenn diesmal (hauptsächlich) keine neuen Orte auf dem Programm stehen. New York, Philadelphia (mit Abstecher wohin auch immer), Washington D.C. – Erste Buhrufe aus dem Publikum: Gähn, lass dir mal was Neues einfallen… Ja, kommt auch noch. Vielleicht. Später. Aber nicht jetzt.
Zum ersten Mal seit Äonen werde ich wahrscheinlich einen Teil der Reise nicht allein bestreiten, sondern mich in New York mit anderen Menschen treffen – freiwillig. Geht es mir gut? Sind es Corona-Nachwirkungen? Man weiß es nicht…
Mehr Details folgen… (mal schauen wer dies liest, bevor ich Ihn/Sie/Es dazu zwinge 😉)